‹‹‹ Nummer 3 - EXZESS
 
 
Die Gabe und das Übermass (1)
François Athané, Übersetzung: Alban Lefranc

Franz Boas berichtet, dass bei den Indianern Kwakiutl, bei denen er mehrere Jahre am Ende des XIX. und am Anfang des XX. Jahrhunderts verbrachte, regelmäßig große Feste organisiert werden, bei denen man viele Geschenke verteilt.(2) Der Chef der Kwakiutl, der seinesgleichen und dessen Stamm einlädt, gibt seinen Gästen alles was er hat, alle seine manchmal über Jahre angesammelten Reichtümer. Diese Feste sind unter dem Namen Potlach bekannt, einem Terminus, der bei den französischen Intellektuellen lange Zeit sehr beliebt war, weil er von Autoren wie Marcel Mauss oder Georges Bataille aufgegriffen wurde, bevor er zum Titel einer situationistischen Zeitschrift um Guy Debord wurde.

Ursprünglich ist der Potlach also ein Verteilen von Geschenken, bei dem der Einladende zugleich der Schenkende ist, und die Eingeladenen zugleich die Beschenkten. Die gleiche Person kann innerhalb weniger Monate Einladender und dann der Eingeladene, Schenkender und dann der Beschenkte sein. Weil oft die gleichen Gäste an diesen aufeinanderfolgenden Festen teilnehmen, kann der Chef X vom Chef Y ein Geschenk erhalten und wenige Monate später dem Chef Y ein anderes Geschenk schenken. Die Stellen Schenker/ Beschenkter werden ausgetauscht. Ein solcher Fall ist aber der Beobachtung der ganzen Gruppe ausgesetzt (denn diese Feste sind öffentlich) und kann Anlass zu Kontroversen und Gesprächen sein, in denen die Ehre und das Prestige der Personen auf dem Spiel stehen.
Unter solchen Umständen wird folgende Frage debattiert: Ist das Rückgeschenk dem zuvor erhaltenen Geschenk gewachsen? Hat es einen gleichen, einen vergleichbaren oder im Gegensatz dazu sogar einen ansehnlicheren, größeren Wert? Die Sitte verlangt, dass das Rückgeschenk beträchtlicher, von größerem Wert als das ursprünglich erhaltene Gut ist. Wenn dies nicht der Fall ist, ist man seines Prestiges und seiner Ehre beraubt: Man verliert sein Gesicht, wenn man nicht vermag, das Erhaltene im Übermaß zurückzugeben.
Warum eine solche Sitte, deren Respektierung dermaßen notwendig scheint, so Boas, dass sie die quasi zwingende Kraft einer Regel erhält? Warum dieser Wertzuwachs, dieses Übermaß des Rückgeschenks im Verhältnis zum Geschenk?
Boas' Versuch einer Antwort auf diese Frage wird heute von den meisten Anthropologen fast gänzlich zurückgewiesen. Boa zeichnet in seiner Erklärung eine Analogie zwischen diesem System und unserem Kreditwesen: Wenn man Geld ausgeliehen hat, bezahlt man es mit einem Aufschlag zurück. Im Potlach hätte der Überschuss des Rückgeschenks im Verhältnis zu dem Geschenk die gleiche Funktion wie die der Zinsen zum Kapital in unserem Wirtschaftssystem.
Diese Interpretation (des Übermaßes des Gegengeschenks auf das Geschenk) wurde sehr bald bestritten; wahrscheinlich lag ihr keine strenge Analyse der einheimischen Erfahrungen und Reden zugrunde, sondern der Wunsch Boas', die Kwakiutl bei den für indianischen Angelegenheiten zuständigen amerikanischen Behörden zu rehabilitieren, diese Völker als vernunftbegabt zu beschreiben und ihre Praktiken zu begründen. Während deren Existenz von der weißen Macht gefährdet wurde, griff Boas auf die einzige Sprache zurück, die diese Macht beherrschte: die einer wirtschaftlichen Rationalität und des Kalküls eines egoistisch interessierten Individuums, um sich zum Anwalt dieser Völker bei den Behörden zu machen.(3)
Aber das Problem eines genauen Verständnisses der Institution Potlach bleibt bestehen. Zu den entschiedensten Kritikern der Interpretation Boas' muss der gegenwärtig noch wenig bekannte Autor René Maunier gezählt werden, der über dieser Frage äußerst treffende Bemerkungen machte.(4) Was Boas in der angedeuteten Analogie zwischen Potlach und unserem Kreditwesen vernachlässigt hat, ist bei letzterem der erstaunliche Rechenmechanismus bei der Umwandlung von Zeit in Geld: In unserem Kreditwesen werden die Zinsen im Verhältnis zur Zeit bezahlt; der Mehrbetrag bei der Rückzahlung der Anleihe ist proportional zu der abgelaufenen Zeit zwischen dem Zeitpunkt der Anleihe und dem Zeitpunkt der Rückzahlung. Genau ein solcher Mechanismus fehlt aber im Potlach und in den anderen von René Maunier analysierten Formen zeremoniellen Austausches. In all diesen Fällen kann man ein Übermaß beim Rückgeschenk auf das Geschenk beobachten, aber dieser Überschuss wird nicht vorher von einer Regel oder einer expliziten Vereinbarung festgelegt. Wichtig ist allein zu wissen, ob eine Zuwachs stattfand oder nicht; die Quantität dieses Zuschlags ist nicht wichtig; noch weniger das Verhältnis zwischen diesem Überschuss und der abgelaufenen Zeit zwischen den zwei Zeitpunkten des zeremoniellen Austauschprozesses. Maunier schreibt: "Man glaubte in dieser Zunahme der Gabe den Zins des ausgeliehenen Kapitals zu sehen. Aber sie steht für etwas völlig anders. Denn sie hat kein Verhältnis zur Zeit. Was man Dauer der Anleihe nennen möchte, hat über den Überschuss-Preis keinen Einfluss. (…) Nur die Freundschaft und die Ehre erfordern, dass ein Überschuss zurückgebracht wird. Gewinn und Opferung haben in der Sache nichts zu tun." (5) Boas hat also in seiner Analyse die Spezifität des Potlach in seinem Unterschied zu den westlichen wirtschaftlichen Institutionen verfehlt.
Um die Seltsamkeit dieses Phänomens zu analysieren, muss der Wertentstehungsprozess der Gegenstände in der Gesellschaft der Kwakiutl beachtet werden. Denn wenn es darum geht zu verstehen, warum es einen Überschuss des Rückgeschenks zum Geschenk gibt, muss man auch wissen, wie es einen Überschuss geben kann, worin der mehr oder weniger große Wert eines Gegenstands besteht. Und wir haben keinen Grund a priori anzunehmen, dass die Menschen in einer Gesellschaft den gleichen Wertbegriff wie in einer anderen haben (unbeachtet der internen Unterschiede jeder Gesellschaft, zwischen verschiedenen Modalitäten der Wertentstehungsprozesses und der Gütereinschätzung).
Laut Boas sind es riesige Mengen von Reichtum, die im Potlach die Hände wechseln. Aber es sind nicht irgendwelche Reichtümer. Manche scheinen mehr als andere dazu bestimmt, in den Kreislauf des Potlach zu kommen: z.B. die Wappendecken und vor allem große Werke aus Wappen-Kupfer. Diese Gegenstände sind oft durch verschiedene Potlach, verschiedene Chefs und Krieger gegangen; sie sind mit einer eigenen Geschichte beladen, die mit der ganzen, mit jedem Besitzernamen verbundenen Sage wächst. Der Gegenstand, der anlässlich jedes Potlach und jeder Übergabe von einer Gruppe zur anderen geht, ist der Träger eines gemeinsamen Gedächtnisses, das sich im ganzen Körper der Gesellschaft zerstreut und die Vergegenwärtigung der Mythen und der hohen Heldentaten hervorruft: d.h. nicht nur innerhalb eines durch ein Abstammungsprinzip und gemeinsame Ahnen geeinigten Stammes, sondern von einem Stamm zum anderen. Es ist einer der wichtigsten Modi, bei dem der Wert eines Gegenstands bei den Kwakiutl entsteht: je länger die Geschichte eines Gegenstandes ist, je ansehnlicher seine Besitzer waren, desto mehr wird er zum Gedächtnisträger und erhält sozusagen eine eigene Individualität, desto mehr Wert bekommt er in einem Potlach - desto dringender ist die Verpflichtung ein Gut mit einem größeren Wert zurückzugeben, desto größer das Risiko, sein Gesicht zu verlieren, wenn man nicht vermag, das Erhaltene im Übermaß zurückzugeben.
In diesem Sinne konkretisieren die geschenkten Gegenstände das soziale Gewebe. Durch Gedächtnis-, Wort- und Erzählungs-Träger, binden sie die Gesellschaft an Mythen, an die Vergegenwärtigung ihrer Ahnen, ihrer Werte und ihres Glaubens. Der Wert eines Gegenstands und seine Eigenschaft, von allen begehrt zu sein, sind proportional zu der Summe der gesellschaftlichen Beziehungen, die sich durch ihn und um ihn herum konstituiert haben.
Diese Bemerkungen über dem Wertentstehungsprozess eines Gegenstandes in einer Gesellschaft ohne Staat erläutert eine vor mehr als fünfzig Jahren angefangene Debatte, die um die Interpretation des Rückgeschenks bei den französischen Intellektuellen den Anfang dessen bezeichnete, was gewöhnlich Strukturalismus genannt wird. In der Einführung zum Werk von Marcel Mauss wirft Claude Lévi-Strauss ihm vor, seine Erklärung der - in jeder Gesellschaft zu beobachtenden Verpflichtung zurückzugeben, auf die einzige Exegese der Erklärungen von einem Maori, Tamati Ranaipiri, des Eldson Best beschränkt zu haben.(6)
Dieser führt einen einheimischen Glauben aus: Der Hau ist eine im geschenkten Gegenstand innewohnende Kraft und kann demjenigen gefährlich sein, der ihn erhalten hat, wenn er demjenigen, der gegeben hat, nicht etwas zurückgibt.(7)
Laut Lévi-Strauss ist Mauss von der einheimischen Einbildungskraft mystifiziert, die nichts mehr als eine besondere Legitimation des - allein universalen - Anspruches auf Reziprozität ist. Indem er die mythische Legitimation mit der gesellschaftlichen Notwendigkeit verwechselte, hätte Mauss die Dimension des sogenannten strukturalen (oder symbolhaften) Unbewussten verfehlt. Der hau ist aber keine einzelne Gegebenheit in der Gabe von Mauss. Was die vaygu'a betrifft, diese Arm- und Halsbänder, die von einer Insel zu einer anderen während des kula der Trobriander ausgetauscht werden, bemerkt Mauss nach Malinowski, dass jeder dieser Gegenstände einen Namen, eine Persönlichkeit, eine Geschichte und sogar einen Roman hat.(8) Für die Kwakiutl Indianer und die kupfernen Gegenstände die ihre kostbasten Güter bei den Gaben sind, berichtet Mauss, nach Boas, von einem vergleichbaren Glauben: jedes kupferne Werk hat das Merkmale eines Lebewesens, es "spricht, es brummt, es will gegeben werden." (9)
Was Mauss am Glauben bezüglich des Geistes der Gaben-Geschenke, wie des hau, interessiert, besteht in ihrer Eigenschaft, ein subjektiver, sozial konstituierter Träger der Verpflichtung zur Rückgabe zu sein. Mauss wird nicht von diesem oder jenem einheimischen Glauben getäuscht. Er versucht eher, die mythischen Formen aufzuzeigen, die je nach Gesellschaft, die gleiche Notwendigkeiten aufweisen. Die Menschen versetzen sich in die Dinge in einem doppelten, materiellen und ideellen Sinne hinein: durch die Herstellung und den praktischen Umlauf der Güter, und durch die imaginäre Projizierung in die selben - in einem anthropomorphen, affektiv beladenen Modus, von Eigenschaften und Attributen (Selbstbewusstsein, Intentionalität, Wort), die objektiv nur zu den Menschen gehören.
Einige Bemerkungen sind hier geboten.
Erstens ist es einfach absurd, von seltenen Gütern oder von Seltenheit der Güter in abstracto zu sprechen, wie die meisten herrschenden Wirtschaftstheorien es tun. Die Seltenheit eines Gutes ist ein sozial durch ein äußerst komplexes Glauben- und Redensystem, entstandenes Phänomen, in dem sich die kollektive Illusion und das egoistisch individualistische Interesse vermischen, aufeinander einwirken und sich gegenseitig informieren. Die geschichtliche, genetische und anthropologische Analyse des Wertes widerlegt die abstrakte Idee der Seltenheit: Diese ergibt sich aus einer sozialen Konstruktion, und ist umso wirksamer, da sie aus den sozialen Subjekten kommt, die auch aus ihr gekommen sind. Eine vollständige wirtschaftliche Wissenschaft muss die sozialen Wertentstehungen in Betracht ziehen, die von einer Gesellschaft zu einer anderen, von einer Zeit zu einer anderen wechseln.
Die zweite Schlussfolgerung lautet wie folgt: Wenn das, was gerade ausgeführt wurde, für richtig erklärt werden kann, ist es nicht mehr möglich, einseitig von der Rationalität des wirtschaftlichen Individuums zu sprechen, das seine egoistischen Ziele verfolgt und dabei Mittel und Zwecke in Folge von kalkulierten Strategien einrichtet. Denn, wenn auch rationale Verfahren in den Handlungen der einzelnen Individuen aufgedeckt und interpretiert werden können, motivieren sich und orientieren sich diese Handlungen innerhalb eines wirtschaftlichen und sozialen Kosmos, der auf Grundsätzen ruht, in denen die Irrationalität, der Glauben, der Anthropomorphismen und die Mythen eine sehr große Rolle spielen. Im engen Sinne des egoistischen und berechnenden Individuums gibt es, in den, den Potlach begründenden Glauben, die die kupfernen Gegenstände sprechen lassen, keine Rationalität; derjenige aber, der Alcatel-Aktionnen kauft, und dabei die unprüfbaren Ratschläge seiner Lieblingszeitschrift befolgt, ist aber im keinen Fall rationaler als der Chef der Indianern, der sich darum bemüht, seinen kupfernen Gegenständen und dem, was die Gerüchte über ihnen kolportieren Glauben zu schenken.
Diese Rationalität des egoistischen und berechnenden Individuums ist aber engstirnig wie der Geist derjenigen, die sie als unübertreffliches Axiom betrachten, oder aus ihr den Kern dessen bilden, was ein ehemaliger Weltbankdirektor den Marktfanatismus nannte.(10)
Entweder entscheidet man sich dafür, die wichtigsten Fortschritte des anthropologischen Wissens zu ignorieren, und sich für das blind zu machen, was die Ethnologie und die Geschichte in der Struktur der gesellschaftlichen Phänomene enthüllen können, und dann erweist sich das Prinzip des egoistischen und berechnenden Individuums als Teil einer obskurantistischen Denkensweise (dessen Funktion wäre, den Glauben in einer kollektiven Illusion aufrechtzuerhalten, und zwar in dem universell begehrenswerten Charakter des Marktes).(11)
Oder man entscheidet sich dafür, dass unsere Gesellschaften überhaupt keinen Bezug mehr zu den primitiven Gesellschaften haben: Das Privileg der Rationalität wird allein für die westliche moderne Gesellschaft reserviert, und das Prinzip des egoistischen und berechnenden Individuums erweist sich in seinem Wesen als ethnozentrisch und essentialistisch.
Die mythischen und rituellen Konstruktionen des Austausches bei den Kwakiutl könnten aber auf einer anderen Ebene eine genaue soziale und denkbare Funktion haben.
Was kann ein Individuum vom Potlach erwarten? Prestige erstmal; d.h. Gewicht in den politischen Entscheidungen. Chef ist, wer im Potlach überlegen ist. In dieser Gesellschaft gelangt man also nur zur politischen Macht, wenn man großzügig, sehr großzügig ist; was zählt ist nicht was man hat, sondern was man gibt. Aber es ist noch zu wenig gesagt: denn es reicht nicht aus, zu geben, man soll mehr geben, als man erhalten hat; man muss bereit sein, alles zu geben und nichts für sich zu behalten. Anders gesagt ist die Regel des Übermaßes des Rückgeschenks über das Geschenk ein wesentlicher Teil eines Regulierungssystems für den wirtschaftlichen Reichtum und die politische Macht: insofern jeder mehr gibt, als das, was er erhalten hat, neigt das System strukturell zum Übergebot, und derjenige, der an die Macht kommt, weil er alle anderen mit seinen Geschenken besiegt hat, wird zugleich der Ärmste sein. So darf man für die Potlach-Gesellschaften aus Kanada das anwenden, was Pierre Clastres von den Gesellschaften aus Amazonas sagte: "Geiz und Macht sind unkompatibel; um Chef zu sein, muss man großzügig sein."(12)
Derjenige, der sich in solchen Gesellschaften damit begnügt, Reichtümer zu sammeln, ohne sie zu verteilen, tritt aus dem Spiel der politischen Verhältnisse: so dass ein solcher Fall nicht auftritt; die unendliche Ansammlung von Vermögen ist beinahe unfassbar in einem solchen System. In regelmäßigen Abständen ermöglicht die Einführung eines Potlach (Das System des Potlach) eine Umverteilung der Reichtümer, die Erneuerung der gesellschaftlichen Verhältnisse dank der Aufrechterhaltung eines gemeinsamen Gedächtnisses, und zugleich ein Stellenaustausch: der Reichste wird arm, aber er gewinnt das Prestige; die Armen werden von den Gaben reich, aber ihre Ehre und ihr Prestige wird vom sie herausfordernden Großzügigkeitsanfall in Frage gestellt.
Das Übermaß des Rückgeschenks über das Geschenk ist in einer Potlach-Gesellschaft notwendig, d.h. in einer Gesellschaft die, im Gegenteil zu unserer (wo die wirtschaftliche Macht den Zugang zur politischen immer mehr zu versichern scheint) die unendliche Ansammlung durch wenige und die Vergrößerung der wirtschaftlichen Ungleichheit beschränkt hat; in einer Gesellschaft wo der Wert eines Individuums an seiner Fähigkeit gemessen wird, nicht Reichtümer anzusammeln, sondern sich von ihnen zu trennen.

(1)
Überschuss, Übermaß und überschüssig stehen in dieser Übersetzung für die französischen Wörter excès und excessif, die also nicht nur mit Ausschweifung oder Abschweifung gleichzusetzen sind. A.d.Ü.
(2)
Franz Boas: Ethnology of the Kwakiutl, Bureau of American Ethnology, 1921; und vor allem 12th report on the North-Western Tribes of Canada, British Association for Advanced Science, 1898. - die Referenzen beziehen sich immer auf die französische Auflage
(3)
Über das Verhältnis zwischen Boas' Interpretation und der Politik der US-Regierung siehe Maurice Godelier: L'Enigme du don, Paris, Fayard, 1996.
(4)
Maunier, René: Recherches sur les échanges rituels en Afrique du Nord, Année sociologique, Neue Reihe B. II (1924-1925), S. 11-97, in: Recherches sur les échanges rituels en Afrique du Nord wiederaufgenommen, Présentation et notes de Alain Mahé, éditions Bouchene, 1998.
(5)
5 Ebd, S. 86-87.
(6)
6 Claude Levi-Strauss: Introduction à l'œuvre de Marcel Mauss, in: Marcel Mauss, Sociologie et anthropologie, Paris, P. U. F., pp. IX-LII. 1950 (4° erweiterte Auflage 1968).
(7)
Mauss, Marcel: Essai sur le don. Forme et raison de l'échange dans les sociétés archaïques, in: Année sociologique, neue Reihe, Band I (1923-1924), S.30-186, in: Sociologie et anthropologie, wiederaufgenommen, Paris, P.U.F., 1950, S. 143-79.
(8)
Ebd. S 181.
(9)
Ebd. S 225.
(10)
Joseph Stiglitz: La Grande Désillusion, Paris, Fayard, 2001.
(11)
Dazu kann man das Buch von Laurent Cordonnier lesen: Pas de pitié pour les gueux, Paris, Editions Raisons d'Agir, 2000.
(12)
Pierre Clastres: La Société contre l'État (Die Gesellschaft gegen den Staat) Paris, Minuit, 1974, p. 28. Pierre Clastres ist sicher der Anthropologe, der diese subversive Funktion des Politischen und ihre Beschränkungsrolle der wirtschaftlichen Logik bei den amerikanischen Indianern am besten bemerkte.

Paris, Oktober 2002

François Athané: über den Autor
Alban Lefranc: über den Autor

 

   
"Das Fest geht weiter, und wir sind uns dessen sicher, eines Tages an seinem ernsthafteren Unterbrechen teilzunehmen."
© 2002   das gefrorene meer - la mer gelée